Baby schreit nachts

Baby schreit nachts – Was tun? baby schreit nachts oftIhr Baby ist völlig gesund, aber das Baby schreit nachts herzzerreißend. Was ist los mit dem Kind? Schreibabys können für Eltern sich zum Alptraum entwickeln und sie an den Rand ihrer Kräfte bringen. 20 Prozent der Babys bringen ihre Eltern und das ganze Umfeld mit ihrem besonders anhaltenden und sehr häufigen Schreien um die Geduld. Als Schreibaby definieren Ärzte in Kind dann, wenn es mindestens an drei Tagen einer Woche mehr als drei Stunden schreit. Dieses Phänomen zieht sich über mehrere Wochen hin. Woran kann das liegen und was kann man dagegen tun?

 

Baby schreit nachts – Was sind die Gründe?

Während der ersten drei Monaten seines Lebens ist das Geschrei des Babys besonders intensiv. Die „Dreier-Regel“ führte 1954 der US-amerikanische Mediziner Moritz Wessel ein. Als Grund dafür stellte er damals Verdauungsstörungen fest – die Drei-Monatskoliken. Das wurde jedoch mittlerweile widerlegt.

Die Probleme der Schreikinder wurden umfassender untersucht und es wurde festgestellt, dass die Ursachen für anhaltedes Schreien komplexer sind und hauptsächlich darin bestehen, dass die Kleinen sich gegen die für sie vielfältigen Umweltreize nur schwer abzuschirmen können. Fest steht, dass vor allem die Eltern Hilfe* brauchen. Viele Eltern leiden unter Schuldgefühlen; ihr Baby schreit nachts unentwegt. Sie wissen ja nicht, dass der Auslöser für das Schreien der Kleinen eine Reizüberflutung und Selbstregulationsstörung des Kindes ist.

Eltern sind hilflos gegen das durchdringende Brüllen. Ein Teufelskreis beginnt: Ihre Anspannung überträgt, das Kind schreit umso intensiver. Irgendwann rasten Eltern aus! – In Deutschland sterben bis 200 Babys im Jahr an einem Schütteltrauma. Das muss nicht sein! Es gibt Hilfe!

Dein Baby schreit nachts…was kannst du machen? Schrei-Ambulanzen helfen sowohl den Kindern als auch Ihren Eltern, die Probleme so schnell es geht überwinden. Professionelle Helfer entspannen die Situation wieder und zwar für beide Seiten. Mit viel Zuwendung, Ruhe und praktischen Hilfestellungen wird es in der Regel schnell besser.

Schwierigkeiten bei der Reizverarbeitung

Schreibabys bieten ein bemitleidenswertes Bild. Das Baby schreit nachts und auch tagsüber penetrant, mit angezogenen Beinchen, geballten Fäusten, überstrecktem steifem Rücken und hochrotem Kopf. Selbst tagsüber kommen Schreibabys nicht gut zur Ruhe und können meist nur 30 Minuten an einem Stück schlafen. Schreiattacken beginnen bei den meisten Babys in der zweiten Lebenswoche, nehmen kontinuierlich zu und sind mit dem beginnenden vierten Lebensmonat zu Ende. Wer Pech hat muss wissen, dass das Geschrei auch bis zum Ende des sechsten Monats oder noch länger dauern kann. Manchmal haben Schreibabys keinen richtigen Appetit.

Wenn Eltern mit einem Schreibaby zum Arzt gehen, weiß er heute, dass nicht allein Verdauungsschwierigkeiten die Ursache sind, wenn das Baby nachts schreit. Fünf bis zehn Prozent der Kinder haben eine Nahrungsmittelunverträglichkeit und vertragen, wenn sie mit Flaschen ernährt werden keine Kuhmilch oder kein Soja-Eiweiß. Körperliche Ursachen haben die wenigsten Babys. Falls Babys einen Blähbauch bekommen, sind es meist keine Koliken, sondern der Bauch bläht sich auf durch die beim Schreien geschluckte Luft.

Baby schreit nachts – Wissenschaftler sind heute der Ansicht, dass diese Kinder Schwierigkeiten mit Selbstregulation der Reize haben. Seit ihrer Geburt strömen vielfältige Reize auf die Minis ein, die sie verarbeiten müssen, dazu gehört auch der Rhythmus zwischen Wachen und Schlafen. Dieser muss sich langsam entwickeln.

Robuste Kinder finden schneller einen Weg, mit den Reizen umzugehen und friedlich zu schlafen und abzuschalten. Durch Nuckeln zum Beispiel beruhigen sie sich sehr wirksam selbst. Ein Baby schreit nachts oft, wenn es überreizt ist und schläft dadurch sehr wenig. Manchmal hat es bereits Stress, wenn gewickelt oder gefüttert wird.

Die Ursachen für diese Überempfindlichkeiten sind vielfältig. Rauchende Schwangere kommen öfter ein Schreibaby. Auch starke seelische Belastungen ihrer Mutter während der Schwangerschaft können eine Ursache sein.

Viele Schreibabys sind besonders aufmerksam und aufgeweckt. Sie erkunden früher und intensiver ihre Umwelt als es andere Kinder tun. Sie kommen aber mit den vielen unterschiedlichen Reizen schwer zurecht.

Die Lösung – Fester Tagesablauf, Abschwächung von Umweltreizen, Rituale

Der Kinderarzt schließt erst körperliche Ursachen für das Geschrei aus. Danach ist es vor allem wichtig, die Reizflut einzudämmen und einen regelmäßigen Tagesablauf durchzusetzen.
Ein Patentrezept um Schreibabys zur Ruhe zu bringen, existiert nicht. Führt feste Essens-, Spiel-, Kuschel- und Schlafenszeiten ein. Verschafft dem Kleinen in der ihm unbekannten Welt Orientierungspunkte und Ruhepole. Führt ein festes Ritual ein.- Ein immer gleiches Schlaflied einer Spieluhr – hilft ihm dabei, schneller einzuschlafen.Beachtet die Körpersprache und Signale von dem Kind. Wenn deinem Kleinen etwas zeigen möchtest und es den Kopf wegdreht, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit müde und kann vielleicht leicht einschlafen. Du solltest es zu Bett bringen. Manchmal ist es hilfreich, das Baby im Arm herumzutragen oder es für einige Zeit neben sich zu legen und mit körperlicher Nähe zur Ruhe zu bringen.
Bleibt in allen fällen gelassen wie es euch irgend möglich ist. Die Kinder reagieren schnell auf Anspannung mit einem intensiveren Brüllen.Schreibabys brauchen also viel Nähe zu ihren Eltern, ihre Zuwendung und positive Erfahrungen. Sie benötigen viel stärker als andere Babys eine Umgebung mit wenig Reizen und einen festen Rhythmus. Dann schreit das Baby nachts auch weniger.

Sucht Hilfe bei Schrei-Ambulanzen!

baby schläft nicht, jetzt schonGelassenheit fällt fast allen Eltern von Schreibabys schwer. Sucht auch ihr euch rechtzeitig Hilfe, ehe ihr völlig erschöpft sind. Vielleicht könnt ihr die Großeltern, Freunde oder einen Babysitter bitten euch zeitweise zu unterstützen, so kommt ihr selber zur Ruhe und könnt euch erholen. Stoßt ihr durch das Babygeschrei zeitweise an Ihre Grenzen, dann verlasst kurz den Raum, beruhigt euch ehe ihr zurückgeht. Auf gar keinen Fall soll das Baby längere Zeit ohne euer Beisein schreien! Ihr dürft es wegen eurer Anspannung auch auf gar keinen Fall schütteln!

In der Schrei-Ambulanz findet ihr professionelle Hilfe. Diese Einrichtungen wird euch sicher vom Kinderarzt, einer Kinderklinik und anderen Beratungsstellen empfohlen. Dort arbeiten spezialisierte Therapeuten die euch helfen, die Körpersprache und Signale des Babys richtig einzuordnen und sie zu deuten. Wann das Kind bereits müde ist oder sich überreizt fühlt. Ihr bekommt Tipps mit dem Baby, wenn es wache Phasen hat zu spielen und altersgerecht zu kommunizieren, ohne das es überfordert wird. So werdet ihr auch lernen, was zu tun ist, damit euer Kind nachts nicht schreit und schlafen kann.

Das Baby lernt in der Therapie einer Schrei-Ambulanz, seine natürliche Reizregulation zu verarbeiten. Eltern finden zu mehr innerer Stärke. Meist Hilft es schon nur zu wissen, dass man nicht allein ist. Sie mobilisieren ihre Ressourcen und überwinden Ihre Unsicherheit und Schuldgefühle. Seid Eltern eines Schreibabys, dann zögert nicht euch professionelle Hilfe zu holen und ihr werdet eine entspanntere und schönere Zeit mit dem Baby erleben können.

Baby schreit nachts – Alternative zur Ambulanz

Euer Baby schreit nachts und ihr wollt nicht direkt den großen Schritt in eine Ambulanz gehen, dann werft mal einen Blick hier drauf. Dieser Ratgeber hat schon über 5150 Eltern mit schreienden Kindern geholfen.